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FISCHERRUNDE SEEBODEN
Nachdem die Gemeinde Seeboden viele Jahre keinen eigenen Fischerverein beheimatet hatte, ist es endlich wieder so weit. Die Fischerrunde Seeboden ist gegründet.
Die Zielsetzungen des Vereins sind der unkomplizierte Kartenverkauf und vergünstigte Jahreskarten für Mitglieder. Ein besonderer Fokus wird allerdings auf Jugendarbeit im Verein gelegt. Und natürlich ist der Verein auch bei den Veranstaltungen während der Kristall-Renke mit dabei (Besetzung der Abmessstationen, Mithilfe beim Fischerfest und bei der Bierfähre, Mithilfe bei Aufbau für die Siegerehrung usw.)
Das Vereinslokal ist das Petris Bistro, wo ab sofort alle Treffen der Mitglieder stattfinden. An den Freitagen 21. und 28. Feber jeweils von 15:00 bis 19:00 Uhr findet die Kartenausgabe für die Fischersaison 2025 statt.
Interessenten können ab sofort dem Verein beitreten (Jahresgebühr 20 Euro, keine Einschreibgebühr). Erlaubnisscheine für das Fischen im Millstätter See gibt es ganzjährig in Petris Bistro und in Petris Fischgenuss.
Der Vorstand des Vereins setzt sich zusammen aus dem Obmann Alfred Kohlmaier, Kassier Annamaria Kohlmaier und Schriftführer Jürgen Kavallar.
Kontaktdaten Alfred Kohlmaier:
Tel: +43 664 433 29 26
Mail: kohlmaieralfred@gmail.com
Es war eine unfassbare Nachricht, als wir vom Ableben von Christine gehört haben. Sie war ein Teil des Fischerlebens am See.
2018 konnte sie die Kristall-Renke gewinnen. Ihr fröhliches Lachen wird uns in ewiger Erinnerung bleiben.
Erläuterungen zum Entwurf einer Verordnung der Landesregierung über die Schonzeiten und Mindestfangmaße (Brittelmaße) für Wassertiere (Kärntner Fischereischonzeitenverordnung - K-FSV)
Geplante Änderungen hinsichtlich der gesetzlichen Mindestfangmaße und Schonzeitenregelungen:
- Erhöhung des Mindestfangmaßes für Äschen von derzeit 30 cm auf 35 cm.
- Neue Schonzeitenregelung für Bachforellen und Bachsaiblinge von derzeit 16. September bis 31. März auf 1. Oktober bis 31. März.
- Neue Schonzeitenregelung für Welse (Waller) von derzeit 15. Mai bis 15. Juli auf 1. Jänner bis 31. Mai.
- Erhöhung des Mindestfangmaßes für Karpfen von derzeit 30 cm auf 35 cm. Keine Schonzeitenregelungen für Karpfen für sämtliche Gewässer in Kärnten.
- Neue Schonzeitenregelung für Mairenken (Seelauben) von derzeit 1. Jänner bis 31. Dezember auf 1. Mai bis 31. Mai.
- Mindestfangmaß wird für Mairenken (Seelauben) neu festgesetzt mit 20 cm.
- Neue Schonzeitenregelung für Flussbarsche auf 1. Jänner bis 31. Mai, ausgenommen im Millstätter See und Weissensee.
- Neue Schonzeitenregelung für Aiteln vom 01. Jänner bis 31. Mai.
Indem nunmehr für den Flussbarsch und Aitel jeweils eine Schonzeit im Rahmen der K-FSV eingeführt wird, soll einerseits für diese Fischarten die Laichzeit als Schonzeit berücksichtigt werden. Andererseits bestand die Problematik, dass in einigen Fischereirevieren während der Schonzeit des Hechts und des Zanders unter dem Vorwand auf andere Raubfische gefischt wurde (z.B. Aitel und Barsch) und dennoch regelmäßig der Fang von geschonten Zandern und Hechten in Kauf genommen wurde. Unter Berücksichtigung der geltenden Schonzeiten für Bachforellen, Bachsaiblinge und Regenbogenforellen, würde die Mehrheit der gelisteten Raubfische in Kärnten, mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der gegenständlichen Verordnung zumindest zwischen Anfang Jänner und Ende März eine generelle Schonzeit haben. Für den Wels (Waller) soll damit ebenso dieselbe Schonzeit wie für Flussbarsch und Aitel gelten.
45 cm lang und 0,735 kg schwer ist die Renke des Franz Hribernik, mit der er zu Mittag des 10. Oktobers die Führung in der Kategorie Renke überrnimmt.
Petri Heil
Biologische und fischereiliche Aspekte zum Flussbarsch (Perca fluviatilis) sowie Praxistipps für die Bewirtschaftung
Autoren:
Thomas Klefoth – Hochschule Bremen, Matthias Emmrich – Anglerverband Niedersachsen e. V., Marlon Braun – Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Andreas Maday – Anglerverband Niedersachsen e. V., Leander Höhne – Thünen Institut für Fischereiökologie, Robert Arlinghaus – Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei sowie Humboldt-Universität zu Berlin
Auszüge aus einem richtungsweisenden Buch über den Fisch des Jahres 2023:
Hat sich dieser Bestand anschließend etabliert, sind weitere Besatzmaßnahmen nicht mehr notwendig oder sogar kontraproduktiv (Arlinghaus et al., 2015; 2017c). Gleiches gilt für alle Gewässer, in denen sich Barsche eigenständig fortpflanzen. Besatzmaßnahmen mit dem Ziel, die Größenstruktur der Barsche in verbutteten Beständen zu verbessern sind vorhersagbar wirkungslos. Verbuttete Barschbestände gehen auf die Gewässerstruktur, den Nährstoffgehalt, die inner- und zwischenartliche Konkurrenz sowie ggf. die fischereiliche und sonstige Sterblichkeit zurück. In geeigneten Gewässern ist deswegen insbesondere der Schutz großer Laichtiere durch Entnahmefenster empfehlenswert (Ahrens et al., 2020). Mindestmaße hingegen sind beim Barsch oftmals nicht notwendig, da eine Ausdünnung der jungen Jahrgänge das Wachstum der verbleibenden Tiere im Bestand fördert. Entscheidend ist bei dieser Fischart der Erhalt der natürlichen Altersstruktur sowie der für den Bestandserhalt besonders wichtigen großen Individuen. Durch entsprechende Höchstmaße (große Fische werden geschont) oder Entnahmefenster können diese Ziele angestrebt und erreicht werden.
Geschätzte Fischerkolleginnen und Fischerkollegen vom Millstätter See,
nach Rücksprachen mit unseren fischökologischen Experten bezüglich dem Brittelmaß Barsch von 25 cm für 2024 Nachstehendes.
1. Schonzeiten und Mindestmaße gehen miteinander einher.
Der Hintergrund ist, dass die Fische eine gewisse Zeit benötigen, bis sie ausgewachsen und reif zum Laichen sind. Würde es erlaubt sein, jederzeit und überall ohne Limits zu fischen, würde dies die Population negativ beeinflussen. In Österreich gibt es je nach Gewässer vielerorts aber trotzdem kein Mindestmaß für Barsche.
2. Vorschau für 2025:
Nach den Untersuchungen und Evaluierungen gibt es die Überlegung, eventuell ein Brittelmaß mit Entnahmefenster z. B. 15 cm bis 35 cm einführen. Weitere Vorgangsweise und Entnahme über 36 cm erfolgt, nachdem wir unsere Population evaluiert haben.
3. Vorschau für 2025:
Empfohlene Schonzeiten wären von 1. März bis 30. Mai.
4. Als Verantwortliche des Fischereiverbandes Millstätter See werden Obmann Ino Bodner und Fischereiverwalter Herbert Ambrosch für 2024 das Brittelmaß von 25 cm aufheben und alle Ausgabestationen darüber informieren.
5. Für die Kristall-Renke 2024 bleibt das Brittelmaß 25 cm beim Barsch bestehen. Ausgenommen davon sind die Wertungsklassen der Jugend und die Wertung Team Vielfältigkeit.
Fast 2 Jahrzehnte im Dienst des Fischereiverbandes
Nach beinahe 2 Jahrzehnten als Fischerei-Aufsichtsorgan am Millstätter See legt Johannes Bedynek sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Anlässlich der Jahreshauptversammlung in Döbriach konnten sich Fischereiverwalter Herbert Ambrosch und Gemeinderat Christian Lackner mit der Verleihung einer Ehrenurkunde bei Herrn Bedynek persönlich bedanken.
Ein ganz besonderes Dankeschön wurde von Verbandsvorsitzenden Vzbgm. Ino Bodner übermittelt: einen lebenslangen Angel-Erlaubnisschein für den Millstätter See.
In diesem Jahr wird Herr Marco Höher die Stelle als Aufsichtsorgan übernehmen. Wir wünschen beiden ein kräftiges Petri Heil.
Gemäß § 26 des Kärntner Landesfischereigesetzes 2001 ist für jeden eine Unterweisung erforderlich, der eine Jahresfischerkarte erwerben will und in den letzten 10 Jahren nicht mindestens drei Jahre hintereinander eine Jahresfischerkarte besessen hat. Jugendliche müssen erst ab dem 10. Lebensjahr eine solche Jahresfischerkarte besitzen.
Veranstalter : Fischereirevierverband Spittal an der Drau
1. Termin: Samstag, 24. Feber 2024, Kulturhaus Seeboden
2. Termin: Samstag, 20. April 2024, Kulturhaus Seeboden
Zur Anmeldung: Fischereirevierverband Spittal/Drau
Liebe Freunde der Kristall-Renke am Millstätter See,
das 29. Angeln um diese Trophäe findet vom 27. September bis 12. Oktober 2024 statt. Hier die ersten Infos dazu:
Das Organisationsteam hat sich Neuigkeiten einfallen lassen. Bitte schaut auch die neuen Wertungsklassen an; aber auch gleich die Richtlinien und Teilnahmebedingungen. Es hat sich einiges geändert.
Ein besonderes Auge werfen wir auf die Jugend, der wir 2 neue Wertungsklassen zur Verfügung stellen: Kombiwertung Weißfische und Teamwertung Vielfältigkeit.
Viel Freude beim Stöbern wünscht
das Team der Kristall-Renke 2024
1. Gemeinschaftsfischen 2023 der Millstätter See Fischer und Fischerfreunde
19./20./21. Mai 2023
Sieger Renke: Peter Reichl (54,7 cm)
Sieger Barsch: Amir Rizvic (47 cm)
Sieger Hecht: Armin Oberreßl (96 cm)
Sieger Jugend: Luca Gleisner Barsch (28 cm)
Und hier die Gesamtwertung! Insgesamt waren 51 Fischerinnen und Fischer am Bewerb beteiligt.
Herzliche Gratulation den Veranstaltern SGS Sektion Fischen und der Anglerrunde Millstatt.
Martin Müller hat die Untersuchungen für 2022 abgeschlossen. Sein Bericht liegt vor.
Hier einige Auszüge:
In den Jahren 2019 bis 2022 konnten im Millstätter See wieder individuenreiche bis sehr individuenreiche Renkenjahrgänge festgestellt werden. Durch die Abnahme der Fischbiomasse auf ein Niveau, das dem Millstätter See grundsätzlich entspricht, dürften sich Rahmenbedingungen eingestellt haben, die wieder höhere Überlebensraten ermöglichten.
In den Jahren 2021 und 2022 konnten auch ein paar größere Renken (40 – 43 cm) gefangen werden. Bei guten Nahrungsbedingungen zeigen einige Fische also ein durchaus gutes Wachstumspotential. Ihr Anteil an der Gesamtpopulation dürfte derzeit allerdings sehr gering sein.
Grundsätzlich sollte es möglich sein im Millstätter See längerfristig wieder eine individuen- und ertragreiche, großwüchsige und fitte Renkenpopulation aufzubauen. Dafür müssen die Intensität der Befischung und der Einsatz der Fangmittel aber radikal überdacht werden. Denn:
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind (Albert Einstein).
Hohe Dichten kleinwüchsiger Fische liefern selbstverständlich auch Erträge, diese können langfristig aber niemals so hoch sein wie bei einer großwüchsigen Population. Außerdem ist der Arbeitsaufwand (Fang, Verarbeitung…) bei kleinen Fischen um ein Vielfaches höher.
Die Untersuchungen und die Fänge der Berufsfischer in den letzten Jahren deuten darauf hin, dass noch ein (geringer) Teil der vorhandenen Renkenpopulation des Millstätter Sees durchaus das Potential hätte zu großen Fischen heranzuwachsen. Die Befischungen deuten aber auch darauf hin, dass mit den in den letzten Jahren verwendeten Maschenweiten von 35 mm (zum Teil sogar 38 bzw. 40 mm) in erster Linie die schnellwüchsigsten Renken aus dem See entnommen wurden. Eine Maschenweite von 35 mm ist, in Anbetracht der derzeitigen Lage, aus populationsökologischer Sicht auf alle Fälle zu hoch.
Eine Überfischung einer Renkenpopulation, ob bewusst oder unbewusst, sollte auf alle Fälle vermieden werden. Eine Kompensation der Überfischung durch verstärkten Besatz ist zwar ein verlockender Ansatz, funktioniert aber in der Realität nicht. Abgesehen davon, dass ein Renkenbesatz immer ein Eingriff in ein natürliches System ist und viele Risiken mit sich bringt.
Für den Millstätter See kann man langfristig von einer dem Seetyp entsprechenden Gesamtfischbiomasse von ca. 100 kg/ha ausgehen. Die Erfahrungswerte der letzten Jahre lassen darauf schließen, dass davon zumindest 50 % auf die Renken entfallen. Eine Faustregel besagt, dass von einer gesunden (!!!) Population jährlich ca. 15 % geerntet werden können ohne diese längerfristig negativ zu beeinflussen. Das wären im Fall des Millstätter Sees also ca. 8 kg/ha oder ca. 10.000 kg Reinanken pro Jahr. In manchen Jahren bestandsabhängig mehr, in manchen weniger.
In Hinblick auf eine ausgewogene Reinankenpopulation mit entsprechender Wachstumsleistung und entsprechenden jährlichen Erträgen wäre es sinnvoll derzeit nur die kleinwüchsigen Renken der Jahrgänge 2019 und 2020 (Längen von 28 – 30 cm) in der Saison 2023 zu befischen. Potentiell großwüchsige Renken, welche die genetische Basis zukünftiger Renkengenerationen sind, sollten bestmöglich geschont werden.
Es wird daher empfohlen im Jahr 2023 Kiemennetze mit einer Maschenweite von 30 mm (keinesfalls größer) zu verwenden und für die Angelfischerei ein Entnahmefenster von 28 bis 32 cm festzulegen. Eine beschränkte Entnahme von größeren Renken sollte für die Angelfischerei möglich sein.
Ob sich die Renkenpopulation des Millstätter Sees in Zukunft großwüchsig und ertragreich präsentieren wird, hängt in erster Linie von der Intensität und der Art der Befischungen in den nächsten Jahren ab. Wenn der Befischungsdruck weiterhin auf den potentiell großwüchsigsten Renken lastet, dann ist eher damit zu rechnen, dass die Wachstumsleistung der Population noch weiter abnimmt.
Gewinnmaximierung ist bei der Seefischerei generell ein sehr schlechter Ansatz. Der Fang sollte sich nie an der Nachfrage orientieren sondern immer am Populationsaufbau.
Denn gute Fischerträge kann man langfristig nur erwirtschaften, wenn ein Ökosystem im Gleichgewicht ist und den Fischen eine optimale Wachstums- und Reproduktionsrate ermöglicht.
Obwohl Angler, Berufsfischer und Fischökologen häufig und vielschichtig mit Hechtpopulationen konfrontiert sind, gibt es in Österreich bis heute keine wissenschaftlich fundierte „Idee“, wie man diese nachhaltig und ertragreich bzw. erträglich bewirtschaften sollte. Warum wir so wenig über unsere Hechtbestände wissen, könnte an der fast unlösbaren methodischen Herausforderung liegen in größeren Gewässern eine aussagekräftige Stichprobe mit allen Größen- und Altersklassen und einer dem Gewässer entsprechenden Geschlechterverteilung zu fangen.
Das im Jahr 2020 am Millstätter See begonnene Hechtmonitoring soll dazu beitragen den Hechtbestand durch Anpassung der Richtlinien nachhaltig optimal zu bewirtschaften. Durch die Bestimmung von Alter und Reifegrad sowie Messung der Totallänge können Mindestmaße bzw. Entnahmefenster genau auf die Hechtpopulation abgestimmt werden. Die Markierung der gefangenen Hechte ab dem Frühling 2021 mit Visible Implant Tags (VI-Tags) und Passive Integrated Transponders (PIT-Tags) liefern aussagekräftige Daten wie viele der geschlechtsreifen Individuen ein Befischungsjahr überleben, wie das individuelle Wachstum beurteilt werden kann, welche Distanzen einzelne Hechte während der Laichzeit zurücklegen und ob von einzelnen Individuen jedes Jahr die gleichen Laichplätze genutzt werden. Außerdem sollte es möglich sein die Auswirkungen der Befischung auf die Population zu beurteilen.
Die Hechterträge der letzten Jahre und der derzeitige Populationsaufbau lassen bei den Hechten des Millstätter Sees darauf schließen, dass der Befischungsdruck (Angel- und Berufsfischerei) in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten moderat war und es zu keiner selektiven Entnahme von großwüchsigen Hechten gekommen ist. Im Vergleich zu den Hechten im Weissensee, an dem der Befischungsdruck in den letzten Jahrzehnten deutlich höher war, wachsen die Hechte im Millstätter See viel schneller und werden in der Regel auch größer.
Hechterträge von 600 bis 1200 Ind. pro Jahr (Angel- und Berufsfischerei) sind am Millstätter See, bei Beibehaltung des Entnahmefensters von 55 cm bis 80 cm, jedenfalls langfristig möglich und sollten die Population nicht negativ beeinflussen.
Für eine nachhaltige und ertragsoptimierte Bewirtschaftung der Hechtpopulation des Millstätter Sees sollte gewährleistet sein, dass möglichst viele großwüchsige Hechte an der Reproduktion teilnehmen können. Aus den vorliegenden Untersuchungen ergäbe sich ein Mindestmaß für Hechtrogner von 60 cm und für Hechtmilchner von 50 cm.
Es ist zwar relativ leicht geschlechtsreife Milchner und Rogner auch außerhalb der Laichzeit an den Geschlechtsöffnungen eindeutig zu unterscheiden, in der Praxis ist das aber eher schwer umzusetzen. Ein Entnahmefester von 55 cm bis 80 cm, wie es seit der Angelsaison 2021 gilt, ist aber ganz sicher eine sehr gute, an die Hechtpopulation des Millstätter Sees angepasste Entnahmeregelung.
Die Befischungen im September und November 2021 und die Fänge der Berufsfischer in den letzten Jahren deuten darauf hin, dass noch ein (geringer) Teil der vorhandenen Renkenpopulation des Millstätter Sees durchaus das Potential hätte zu großen Fischen heranzuwachsen. Die Befischungen deuten aber auch darauf hin, dass mit den in den letzten Jahren verwendeten Maschenweiten von 35 mm (zum Teil sogar 40 mm) in erster Linie die schnellwüchsigsten Renken aus dem See entnommen wurden. Eine Maschenweite von 35 mm ist, in Anbetracht der derzeitigen Lage, aus populationsökologischer Sicht auf alle Fälle zu hoch.
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In Hinblick auf eine ausgewogene Reinankenpopulation mit entsprechender Wachstumsleistung und entsprechenden jährlichen Erträgen wäre es sinnvoll, die Jahrgänge 2019 und 2020 in der Saison 2022 verstärkt zu befischen. Potentiell großwüchsige Renken, welche die genetische Basis zukünftiger Renkengenerationen sind, sollten bestmöglich geschont werden.
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Es wird daher empfohlen, im Jahr 2022 Kiemennetze mit einer Maschenweite von 30 mm (keinesfalls größer) zu verwenden und für die Angelfischerei ein Entnahmefenster von 28 bis 32 cm festzulegen. Eine beschränkte Entnahme von größeren Renken sollte für die Angelfischerei möglich sein.
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Ob sich die Renkenpopulation des Millstätter Sees in Zukunft großwüchsig und ertragreich präsentieren wird, hängt in erster Linie von der Intensität und der Art der Befischungen in den nächsten Jahren ab. Wenn der Befischungsdruck weiterhin auf den potentiell großwüchsigsten Renken lastet, dann ist eher damit zu rechnen, dass die Wachstumsleistung der Population noch weiter abnimmt.
Sehr geehrter Herr Obmann Ino Bodner,
mit diesem E-Mail möchte ich Ihnen Bilder des gestrigen Petri Heil am Millstätter See zukommen lassen.
Fischart: Hecht
Datum: 23.05.2020
Fangort (Seeboden)
Länge: 109 cm
Gewicht: 10,0 kg
gefangen von Herwig Prasch und Babsi Granegger
Wenn sich nach einem Wochenende ohne Fischkontakt die Rute endlich biegt und ein unglaublicher Hecht am Haken hängt, dann ist das ein Moment, den man nie mehr vergisst. Petri Heil !!
Mit freundlichen Grüßen,
Herwig Prasch